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Zertifiziertes Darmzentrum am Marienhospital Aachen

Bestmögliche Betreuung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit

Prof. Dr. med. Carsten J. Krones

Chefarzt
Prof. Dr. med. Carsten J. Krones

  • Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie
  • Telefon: 0241/6006-1201
  • Fax: 0241/6006-1209
Professor Dr. med.<br> Markus Gatzen

Chefarzt
Professor Dr. med.
Markus Gatzen

  • Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie (DDG)

Der menschliche Darm ist ein wahres Multitalent und viel mehr als eine reine `Verdauungsmaschine´. Er produziert nicht nur viele wichtige Substanzen wie Hormone oder andere Botenstoffe, sondern ist auch ein Bollwerk gegen Krankheitskeime. So vielseitig wie das Funktionssystem des lebenswichtigen Organs sind auch seine Krankheitsbilder. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie von Chefarzt Prof. Dr. med. Carsten J. Krones und die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie von Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Gatzen bilden im Marienhospital Aachen das wichtige Zentrum für Darmerkrankungen. Die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 durch den TÜV Rheinland im Jahr 2019 dokumentiert die externe Evaluation.

Mit der Etablierung des zertifizierten Darmzentrums verfolgen die Kliniken das Ziel, allen Patienten mit Darmerkrankungen (Tumoren, Karzinome, Entzündungen) im Marienhospital Aachen simultan die bestmögliche Betreuung beider Fachdisziplinen zukommen zu lassen. Das Darmzentrum umfasst dabei sowohl die ambulante als auch die stationäre Diagnostik und Therapie.

„Patienten mit eindeutigen Befunden und festgelegten Therapiewegen werden direkt ihrem Behandlungsschwerpunkt zugeordnet. Bei unklaren Beschwerden, die sich nicht sofort eindeutig klassifizieren lassen, werden die Betroffenen schon bei der Aufnahme simultan von beiden Kliniken fachärztlich beurteilt, so dass die primär aufnehmende Klinik gemeinsam ausgewählt werden kann“, erklärt Chefarzt Prof. Krones. „Bessert sich der Zustand des Patienten nach 24 Stunden nicht ausreichend, erfolgt im Second-look-Verfahren die erneute Beurteilung durch beide Partnerkliniken. Die Patienten profitieren durch kurze Wege und klare Absprachen. Da die Diagnostik gemeinsam geplant wird, lassen sich auch unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden. Tumorfälle werden zusätzlich in der wöchentlichen Onkologischen Konferenz diskutiert“, führt Prof. Krones weiter aus.

Wurde die Entscheidung für eine behandelnde Fachdisziplin getroffen, ist das Behandlungsteam dieser Klinik dann zunächst primärer Ansprechpartner und Therapieverantwortlicher für den Patienten. Eine Rücksprache mit der Partnerdisziplin kann aber natürlich auch dann noch auf kurzem Dienstweg, also unbürokratisch und ohne formale Konsilanforderung erfolgen. Interdisziplinäre Visiten werden im Bedarfsfall eingesetzt.

Die gemeinsame Beurteilung von Patienten ist auch im Sprechstundensystem integriert. Beide Kliniken bieten spezialisierte Sprechstunden für Darmerkrankungen an, die auf gezielte Zuweisung tätig werden. Der Austausch erfolgt dann während der laufenden Sprechstunde in interdisziplinären Vorstellungen.