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Schmerzlinderung im Krankenhaus

Erfolgreiche Rezertifizierung der Qualifizierten Schmerztherapie im Marienhospital Aachen

Professor Dr. med. Thomas Möllhoff, M.Sc.

Ärztlicher Direktor Chefarzt
Professor Dr. med. Thomas Möllhoff, M.Sc.

Dr. med. Hans-Joachim Kreß

Ltd. Oberarzt
Dr. med. Hans-Joachim Kreß

  • Facharzt für Anästhesiologie
  • Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin Ärztliches Qualitätsmanagement
Laura Piana

Laura Piana

  • Bereichsleiterin Pflege

Das Marienhospital Aachen kann mit gleich drei erfolgreichen Zertifizierungen in der Schmerztherapie glänzen. In Deutschland gehört das MHA zu den wenigen Krankenhäusern, das nach den hohen Anforderungen der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie (Certkom e.V.) zertifiziert ist und freut sich nun über die zweite erfolgreiche Rezertifizierung. Darüber hinaus wurde die Intensivstation zum ersten Mal erfolgreich rezertifiziert und auch die Zentrale Notfallaufnahme kann mit der gelungenen Erstzertifizierung punkten. Dies ist besonders vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass es in diesem Bereich bundesweit noch keine großen Erfahrungen gibt. „Wir haben hierzu unter der Mitwirkung der ZNA-Bereichsleiterin Laura Piana eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen hat. Jetzt können auch unsere Notfallpatienten von den Vorzügen einer qualifizierten Schmerztherapie profitieren“, unterstreicht der Projektleiter Dr. med. Hans-Joachim Kreß (Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie). „Uns ist es wichtig, dass wir unsere Patienten unmittelbar vom Erstkontakt bis hin zur Entlassung optimal mit einer professionellen Schmerztherapie unterstützen. Dadurch erhöhen wir die Patientensicherheit maßgeblich und sorgen für Zufriedenheit auf Seiten der uns anvertrauten Menschen aber auch unserer Mitarbeitenden. Aus meiner Sicht können wir damit ein Vorbild sein für andere Krankenhäuser“, ergänzt Laura Piana.

Die Auditoren Simone Spangenberg und Dr. Martin Czorny-Rütten lobten insbesondere die Tatsache, dass die erfolgreiche Therapie im Kampf gegen den Schmerz nicht wie in manchen anderen Krankenhäusern nur auf dem Papier besteht, sondern von den Mitarbeitenden des Marienhospitals aktiv gelebt wird.

„Für uns ist es eine große Ehre aber auch die Bestätigung für die messbare Qualität der Schmerzbehandlung, die wir im Marienhospital Aachen durchführen“, sagt Dr. Kreß.

Für viele Patienten ist ein Krankenhausaufenthalt mit der Sorge vor Schmerzen verbunden. „Dies muss aber nicht so sein. Schmerzen sind ein unangenehmes aber gleichzeitig ein wichtiges Warnsignal des Körpers“, betont Professor Dr. med. Thomas Möllhoff, M.Sc. (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie und Ärztlicher Direktor des Marienhospitals Aachen). „Schmerzen helfen uns, Krankheiten und Verletzungen zu erkennen und einzuschätzen. Allerdings hat der Schmerz nach einer Operation keinen positiven Effekt, denn er zeigt ja nur an, dass man operiert wurde. Chronische Schmerzen sind oft weniger heftig, begleiten uns dafür aber ständig und können sich in unser Schmerzgedächtnis eingraben und dann zu einem eigenständigen Krankheitsbild führen“, weiß der Experte.

Schmerzen können die Atmung, den Schlaf und auch das seelische Wohlbefinden beeinträchtigen und somit den Heilungsprozess des Patienten verzögern. „Dies möchten wir im Marienhospital Aachen mit einer frühzeitigen und adäquaten Schmerztherapie verhindern“, erläutert Professor Möllhoff.

„Jeder Mensch hat ein individuelles Schmerzempfinden, so dass eine patientenkontrollierte Schmerztherapie wichtig ist. Bei uns gibt jeder Patient auf einer Skala von 1-10 an, wie stark sein Schmerz ist, und unser Team passt dann die Behandlung individuell auf jeden Patienten an. Wenn es auch nicht immer möglich sein wird, die Schmerzen vollständig zu beseitigen, so ist es doch unser Ziel, das Wohlbefinden unserer Patienten bestmöglich zu steigern. Hierzu arbeiten im Marienhospital Aachen tagtäglich Ärzte, Pflegende und Physiotherapeuten Hand in Hand“, versichert Professor Möllhoff.

„Insbesondere die Intensivstation in das Schmerzmanagement einzubinden, war uns ein großes Anliegen“, ergänzt Dr. Kreß. „Intensivpatienten können sich oft nicht zu ihren Schmerzempfindungen äußern und die Therapie muss dann anhand einer Beurteilung durch Pflegekräfte, Ärzte und Physiotherapeuten erfolgen“, so der Experte. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir eine der ersten Intensivstationen in Deutschland waren, die eine standardisierte und qualifizierte Schmerztherapie für ihre Intensivpatienten anbietet.“