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Alexianerin der Woche... Ayshe Schoelen

Ayshe Schoelen

SHP-Einrichtungsleiterin
Ayshe Schoelen

  • Servicezentrum Häusliche Pflege

Dass die Arbeit in der Kranken- oder Altenpflege minderwertig sein soll, hat Ayshe Schoelen (45) schon als 14-Jährige völlig anders gesehen.

„Damals habe ich in einem Heim für Menschen mit Behinderung ausgeholfen und ab und an Bewohner mit zu uns nach Hause gebracht, um ihnen etwas Abwechslung zu ermöglichen – was für einige Mitglieder in meiner Familie nicht einfach war“, erzählt Ayshe Schoelen, Einrichtungsleitung des Servicezentrums Häusliche Pflege (SHP) und von drei Tagespflegehäusern des Marienhospital Aachen.

Ihrem Vater zuliebe wollte sie zunächst Lehrerin für Sport und Kunst werden: „Doch das war nichts für mich, da habe ich mich schnell umgeschaut“, erzählt sie mit einem Augenzwinkern.

Über die Physiotherapie wechselte Ayshe Schoelen in die Altenpflege, wurde Palliativschwester und kam so früh mit dem Tod in Berührung „Die Menschen leiden und sterben zu sehen, hat mich geprägt. Und sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten, ihre Leiden zu lindern, ist etwas ganz Besonderes – und es gibt unendliche viele Möglichkeiten, für sie da zu sein.“

Für die Menschen, die in den Einrichtungen und in unserem ambulanten (Palliativ-)Pflegedienst gepflegt werden, ist der Besuch der Pflegekräfte meist das Highlight des Tages: „Da erfahren wir unglaublich viel Wertschätzung und Freude. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Auch wenn Schoelen mittlerweile hauptsächlich die Pflegedienstleitungen der Einrichtungen betreut, ist es der Kontakt mit den Menschen, der sie antreibt. Von ihren Kolleg*innen wird sie als gerechtigkeitsliebend eingeschätzt, als fair und vermittelnd – wobei ihr die Zusatzausbildung zur zertifizierten Mediatorin zugutekommt. „Ich glaube an die Menschen, an ihre Fähigkeiten, auch wenn es mal etwas schwierig wird.“

Über das Leadership-Programm der Alexianer, zu denen das Marienhospital seit Januar 2023 gehört, hat Schoelen viele neue Kolleg*innen kennengelernt. „Sich zu vernetzen, macht viel Spaß und der Austausch hilft auch, sich weiterzuentwickeln.“

Neben ihrem Ehemann sind Hunde ihre große Liebe. Ihre Hündin Marie (siehe Foto; benannt nach dem Marienhospital) holte sie als Welpe aus einem Kundenhaushalt und bildete sie zur Therapiehündin aus. „Ein Hund ist ein sehr schneller Türöffner, da erfahren wir viel über die Biografie der Menschen. Auch die, die nicht mehr reden können, kommunizieren auf ihre Art mit dem Hund – das ist wunderbar anzusehen.“