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Ein privater Blick auf...Dr. med. Clemens Stock

Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Clemens Stock

Chefarzt
Dr. med. Clemens Stock

  • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • AGUB II-Experte, MIC II-Experte
  • Palliativmedizin, Ärztliches QM

Name? Dr. med. Clemens Stock
Geburtsort? Düsseldorf
Alter? 49 Jahre
Familie? Dr. med. Clemens Stock ist verheiratet und hat zwei Kinder: Paul Constantin (16 Jahre)
und Clara Mathilde (12 Jahre). Die Familie lebt in Grevenbroich.
Im MARIEN seit? Juli 2022

Lieber Herr Dr. Stock, Sie sind nun ein gutes halbes Jahr Chefarzt im MARIEN. Haben Sie sich gut eingelebt? Welche Bilanz ziehen Sie?
Ich bin total happy, hier zu sein und sehr offen und herzlich aufgenommen worden :-). Das MARIEN ist ein sehr gut aufgestelltes Haus und die hohe Motivation aller Kolleginnen und Kollegen ist sofort spürbar. Mein Team ist toll und geht die von mir eingeschlagenen neuen Wege mit viel Enthusiasmus mit, das ist schön zu sehen. Dieser Spirit überträgt sich auch auf unsere Patientinnen, die uns in hohem Maße ihr Vertrauen schenken. Dafür sind wir sehr dankbar.

Sie wurden am 11.11. in Düsseldorf geboren. Ist Ihnen damit quasi der Karnevalist in die Wiege gelegt worden? :-)
Ich würde mal sagen JEIN :-). Meine Eltern waren keine Karnevalisten, aber ich feiere schon die fünfte Jahreszeit. Der Kneipenkarneval in Köln – gerne z. B. im Petersberger Hof in Klettenberg – und der Ball der Prinzengarde in Gürzenich müssen sein :-).

Sie engagieren sich in Ihrer Freizeit in der Kirchengemeinde in Grevenbroich und unterstützen mit Herzblut karitative Projekte im Rotary Club. Erzählen Sie uns ein bisschen von Ihren Ehrenämtern. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie, spiele Tennis, lese gerne und bin aktives Mitglied im Schützenverein. Und ja, die beiden Ehrenämter sind auch eine große Leidenschaft. Im Rotary Club engagiere ich mich seit 10 Jahren. Hier haben wir viele sinnstiftende Projekte auf dem Weg gebracht, zuletzt natürlich in der Ukraine-Hilfe, aber zum Beispiel auch als wir eine Singpause in der Grevenbroicher Grundschule ins Leben gerufen haben. Durch das gemeinsame Singen erfahren Kinder ein Gemeinschaftsgefühl und die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt.

Im Kirchenvorstand bin ich seit sieben Jahren engagiert und darf durch diese Arbeit meinem Glauben auch ganz pragmatisch Ausdruck verleihen.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Glaube? Wie zelebrieren Sie diesen?
Sehr wichtig! Die Religiosität ist mein innerer Kompass, gibt mir Halt und Zuversicht. Diese Werte haben meine Frau und ich auch unseren Kindern weitergegeben. Beide sind gerne Messdiener und wir besuchen natürlich auch regelmäßig gemeinsam den Gottesdienst.

Wie kam es zu dem Berufswunsch Frauenarzt?
Obwohl mein Vater auch Gynäkologe ist mit eigener Praxis in Jüchen, wollte ich ganz lange nicht Arzt werden, sondern Latein und Griechisch auf Lehramt studieren :-). Da es dazu ja nicht kam, befriedige ich diese Leidenschaft von mir, indem ich gerne stundenlang in historischer Fachliteratur versinke :-). Natürlich geht das nur im Urlaub so richtig gut :-).

Wie kam es denn dann dazu, dass es doch die Medizin wurde? Und was fasziniert Sie an dem Fachgebiet der Gynäkologie?
Die Medizin schien mir dann doch zukunftsfähiger als die alten Sprachen :-). Bei einer Famulatur in der Gyn ist der Funke durch meinen damaligen Chefarzt übergesprungen. Mich fasziniert vor allem die Vielseitigkeit des Faches. Jeder Tag ist anders und stellt neue Herausforderungen an einen, das liebe ich.

Auch die Geburtshilfe gehört zu Ihrer Klinik. Der Kontrast zwischen einer Frau, die z.B. an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist und einer jungen Mutter könnte nicht größer sein. Wie gehen Sie mit diesem Spagat um?
Das ist richtig. Wir sind das einzige Fachgebiet, das die Frauen von der Geburt bis zum Sterben begleitet. Aber diese Bandbreite macht auch gerade den Reiz aus. Eine große Portion Feinfühligkeit und Kommunikationsstärke sind neben der fachlichen Kompetenz ein absolutes Must-have für diesen Beruf.

Sie haben eine Bilderbuchkarriere gemacht und sind als Chefarzt sehr erfolgreich. Gibt es denn auch noch unerfüllte Träume oder Visionen?
Beruflich soll die Abteilung eine dauerhaft positive Entwicklung nehmen. Privat möchte ich urlaubsmäßig definitiv noch ein bisschen auf den Spuren der Antike wandeln :-). Ansonsten würde ich gerne wieder etwas intensiver Klavierspielen.

Wenn eines Ihrer beiden Kinder auch Medizin studieren möchte, was würden Sie ihm*ihr raten?
Unser Sohn Paul Constantin ist in der Oberstufe und spielt tatsächlich mit dem Gedanken, Arzt zu werden. Meine Frau ist Grundschullehrerin und wir beide würden nahezu nie Einfluss auf die Berufswahl unserer Kinder nehmen. Das Wichtigste ist, dass sie einer Beschäftigung nachgehen, die sie erfüllt und der sie mit Freude und Leidenschaft nachgehen – so wie das bei ihren Eltern auch der Fall ist :-).

Womit gewinnen Menschen Ihr Herz?
Mit Herz und Humor, Offenheit, Freundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
Wir sind viel unterwegs und fahren über Silvester gerne in Skiurlaub, im Sommer zum Bergwandern in die Alpen und im Herbst nach Sylt. Aber auch der Mittelmeerraum steht hoch im Kurs :-).