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Cockpit und Triage-System in der Zentralen Notfallaufnahme eingeführt

Neue Technik und ein größeres Team verbessern die Patientenversorgung

Jennifer Capellmann

Jennifer Capellmann

  • Ärztliche Leiterin Zentrale Notfallaufnahme
Thomas Reinders

Thomas Reinders

  • Pflegerische Leitung Zentrale Notfallaufnahme

In der Zentralen Notfallaufnahme im Marienhospital Aachen herrscht meist Hochbetrieb. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ist das Team rund um Jennifer Capellmann (Ärztliche Leitung) und Thomas Reinders (Pflegerische Leitung) für die Patienten im Einsatz. Dazu zählen Menschen mit leichten bis schwersten Verletzungen. Die beiden schauen auf ein bewegtes Jahr zurück – nicht nur, weil veränderte rechtliche Rahmenbedingungen eine Neustrukturierung notwendig gemacht haben, sondern auch weil die Zentrale Notfallaufnahme (ZNA) 2019 deutlich mehr Patienten behandelt hat als je zuvor. Aus diesem Grund ist die ZNA sowohl technisch als auch personell deutlich aufgerüstet worden. Ein zentrales Element in diesem Jahr war die Einführung des Triage-Systems, das inzwischen für alle Notfallaufnahmen in Deutschland verpflichtend ist. Hierbei handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren zur Ersteinschätzung in der Notaufnahme. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir unseren Patienten durch die Einführung des Triage-Systems jetzt transparenter darlegen können, warum wir die Wartenden nicht der Reihe nach aufrufen“, erklärt Jennifer Capellmann. „Ziel ist die schnelle Festlegung von sicheren und nachvollziehbaren Behandlungsprioritäten“, erläutert die Ärztliche Leiterin. „Innerhalb kürzester Zeit wird der Patient bezüglich einer bestehenden Lebensgefahr, großer Schmerzen, Bewusstseinsveränderungen und seiner benötigten Untersuchungen eingeschätzt und entsprechend einer von fünf Stufen der Dringlichkeit zugewiesen und behandelt“, unterstreicht Jennifer Capellmann.

Neben dem Triage-System konnte sie für ihr Team auch ein neues Cockpit implementieren – ein Computerprogramm, das quasi als Gehirn der Notfallaufnahme fungiert und von jedem Rechner der Notfallaufnahme aus bedient werden kann. „Hier erfassen wir jeden Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung und dokumentieren die komplette Diagnostik, Medikamentengabe und Therapie, so dass wir für alle Mitarbeitenden transparent agieren und unsere Patienten bestmöglich versorgen können“, zeigt sich Jennifer Capellmann zufrieden. „Zuvor haben wir noch mit Papierakten gearbeitet, was mehr Zeit benötigt hat und auch fehleranfälliger war.“

Die Patienten profitieren in der Zentralen Notfallaufnahme aber nicht nur von den technischen Innovationen, sondern auch von der optimalen Lage: Die Distanz zwischen Ambulanz, Intensivstation, OP, Herzkatheterlabor, Radiologie und Endoskopie beträgt nur wenige Meter, was im Notfall lebensrettend sein kann.

Seit 2019 leitet Jennifer Capellmann die Zentrale Notfallaufnahme. Zuvor war die Internistin bereits Stationsärztin in der Inneren Medizin. Aber die Faszination, jeden Tag Menschenleben zu retten und mit verschiedenen Fachdisziplinen zusammenzuarbeiten, reizte sie besonders. „Das Klima in der Notfallaufnahme ist einfach super, wir arbeiten Hand in Hand und auf Augenhöhe mit der Pflege zusammen und entwickeln uns jeden Tag weiter. In unseren regelmäßigen Teambesprechungen legen wir Monatsziele fest und sind immer bestrebt, im Sinne unserer Patienten noch bessere Lösungen zu finden und die Wartezeiten auf das Minimum zu verkürzen“, betont Jennifer Capellmann.
Mit Thomas Reinders als Pflegerischen Leiter hat die Internistin einen erfahrenen Partner an ihrer Seite. 1997 hat Thomas Reinders seine Ausbildung im Marienhospital Aachen begonnen und arbeitet seit inzwischen 22 Jahre mit viel Herzblut im Pflegedienst.