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Halsschlagaderverengung

Ursachen und Beschwerden
Die Ursachen der Halsschlagader-Verengung sind die gleichen wie bei der Schaufensterkrankheit/Arterienverkalkung. Erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind typische Risikofaktoren. Das Rauchen hat sich als größter Risikofaktor zur Entstehung von Halsschlagader-Verengungen herausgestellt. Aber auch nicht beeinflussbare Faktoren wie das Lebensalter, das Geschlecht oder genetische Veranlagungen können die Entstehung von Halsschlagader-Verengungen beeinflussen. Bei der Halsschlagader-Verengung handelt es sich um Ablagerungen von Cholesterin und Fetten in den Gefäßwänden. Sind diese Ablagerungen stark fortgeschritten, so können sie abreißen und mit dem Blutfluss ins Gehirn gespült werden. Die Folge ist ein Schlaganfall. Um einen Schlaganfall zu vermeiden, sollten bei festgestellten Ablagerungen der Halsschlagader regelmäßige Kontrollen erfolgen. Besteht eine Verengung von ca. 70%, so besteht ein erhöhtes Schlaganfallrisiko und die Verengung sollte operiert oder mit einem Stent versorgt werden.

Diagnostik
Zunächst finden ein ärztliches Gespräch und die körperliche Untersuchung statt. Häufig ist eine Verengung der Halsschlager ein Zufallsbefund und es bestehen noch keine Beschwerden. Entscheidend ist die Ultraschall-Untersuchung der Halsschlagader. Mit der Farbduplex-Untersuchung können die Ausprägung der Verkalkung und das Ausmaß der Verengungen genau bestimmt werden. Sollte eine Aufdehnung oder eine Operation in Frage kommen, so wird der Patient anschließend zur MRT-Untersuchung überwiesen. Hierfür haben wir für unsere Praxis bei niedergelassenen Radiologen reservierte kurzfristige Termine. Die Ergebnisse einer MRT-Untersuchung werden mit unseren Kooperationspartnern im Marienhospital Aachen in einer wöchentlichen interdisziplinären Konferenz besprochen und ggf. eine stationäre Behandlung/Operation geplant.

Therapie
Die grundsätzliche Therapie der geringgradigen Halsschlagader-Verkalkung liegt in der Behandlung der Risikofaktoren. Ist eine Verkalkung festgestellt worden, sollten Cholesterinwerte und Blutdruck mit Medikamenten oder Ernährungsumstellung eingestellt werden. Ein ggf. bestehender Diabetes mellitus muss ebenfalls behandelt werden. Die Gabe eines leichten Blutverdünners (häufig ASS/Aspirin) verhindert das Fortschreiten der Verkalkung. Wichtig ist der Verzicht auf das Rauchen.
Sollte eine hochgradige Verengung vorliegen, muss eine Therapie mit Aufdehnung/Stent oder als Operation erfolgen, selbst dann, wenn keine Beschwerden vorliegen, um einen drohenden Schlaganfall zu verhindern. Die Therapie der Wahl ist die Operation der Halsschlagader. Hierbei wird die Verkalkung aus dem Gefäß herausgeschält und entfernt. In manchen Fällen ist auch eine Behandlung mit einem Stent möglich, der über die Leistenarterie eingeführt wird. Unsere Kooperationspartner am Marienhospital Aachen führen die Operation unter stationären Bedingungen durch.

Kontakt und Terminvereinbarung:
Telefon: 0241/69001
aachen@mvz-gefässchirurgie.de