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Durchblutungsstörung/pAVK/Arterienverkalkung/Schaufensterkrankheit

Ursachen und Beschwerden
Die Ursachen der Arterienverkalkung sind vielseitig. Erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind typische Risikofaktoren. Das Rauchen hat sich als größter Risikofaktor zur Entstehung von Arterienverkalkungen herausgestellt. Aber auch nicht beeinflussbare Faktoren wie das Lebensalter, das Geschlecht oder genetische Veranlagungen können die Entstehung von Arterienverkalkungen beeinflussen. Bei der Arterienverkalkung handelt es sich nicht um eine echte Verkalkung der Gefäße, vielmehr werden Cholesterin und Fette vermehrt in den Gefäßwänden abgelagert. Wachsen diese Ablagerungen, so entstehen Verengungen, die zu einer Durchblutungsstörung des Beines führen. Diese Durchblutungsstörung führt zunächst zur sogenannten Schaufensterkrankheit, bei der der Patient nur noch kurze Strecken ohne Schmerzen gehen kann. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Schmerzen in Ruhe oder zum Absterben von Gewebe kommen.

Diagnostik
Zunächst finden ein ärztliches Gespräch und die körperliche Untersuchung statt. Hierbei wird geschaut, ob die Pulse an den Beinen tastbar sind und ob es Temperaturunterschiede an den Beinen gibt. Bei der Doppler-Verschlussdruckmessung werden die Blutdruckwerte an den Beinen gemessen. Bei der Laufband-Untersuchung wird die genaue Gehstrecke des Patienten dokumentiert. Mit der Farbduplex-Sonographie können Verengungen und Verschlüsse genau bestimmt werden. Sollte eine Aufdehnung oder eine Operation in Frage kommen so, wird der Patient zur MRT-Untersuchung überwiesen. Die Ergebnisse einer MRT-Untersuchung werden mit unseren Kooperationspartnern im Marienhospital Aachen in einer wöchentlichen interdisziplinären Konferenz besprochen und ggf. eine stationäre Behandlung/Operation geplant.

Therapie
Die grundsätzliche Therapie liegt in der Behandlung der Risikofaktoren. Ist eine Arterienverkalkung festgestellt worden, sollten Cholesterinwerte und Blutdruck mit Medikamenten oder einer Ernährungsumstellung eingestellt werden. Ein ggf. bestehender Diabetes mellitus muss ebenfalls behandelt werden. Die Gabe eines leichten Blutverdünners (häufig ASS/Aspirin) verhindert das Fortschreiten der Verkalkung. Wichtig ist der Verzicht auf das Rauchen. Hier beraten wir Sie gerne zu verschiedenen Möglichkeiten zum Reduzieren/Aufhören. Um die Gehstrecke zu verbessern, ist ein sogenanntes Gehtraining nötig. Dies kann individuell oder in unseren Gefäßsportgruppen im Zentrum für Gesundheitsförderung - ZGF erfolgen. Unter diesen Maßnahmen ist häufig bereits eine deutliche Besserung der Gehstrecke möglich.

Ist eine Verbesserung der durch die oben genannten Maßnahmen nicht mehr möglich, kann je nach Befund eine Therapie mit Aufdehnung/Stent oder eine Operation erfolgen. Hier gilt die Maßgabe, dass das schonendste und effektivste Verfahren für den Patienten eingesetzt wird. Operationen können als lokale Ausschälung eines verkalkten Gefäßes oder als Bypass-Anlage erfolgen. Aufdehnungen oder Operationen werden durch unsere Kooperationspartner am Marienhospital Aachen unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Kontakt und Terminvereinbarung:
Telefon: 0241/69001
aachen@mvz-gefässchirurgie.de