Hüftbeschwerden

Hüftschmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Besonders oft leiden ältere Menschen darunter. Grund sind meist Verschleißerscheinungen des Gelenkknorpels am Hüftgelenk (Arthrose). Aber es gibt noch viele andere mögliche Ursachen für Hüftschmerzen. Hüftschmerzen können akut oder chronisch auftreten. Die wichtigsten Gründe für plötzliche (akute) Schmerzen im Hüftbereich sind: Schenkelhalsfraktur, Schleimbeutelentzündung, Ausrenken des Hüftgelenks durch einen Unfall oder eine bakterielle Entzündung des Hüftgelenks.

Dr. med. Thomas Quandel

Chefarzt
Dr. med. Thomas Quandel

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In anderen Fällen entwickeln sich Hüftschmerzen langsamer und können lange Zeit anhalten. So kann zum Beispiel auch eine Beinlängendifferenz für Symptome verantwortlich sein. Etwa 75 Prozent der Bevölkerung haben unterschiedlich lange Beine.

Bei geringfügiger Differenz haben die Betroffenen meist keine Probleme. Eine größere Beinlängendifferenz dagegen macht sich durch ein Verkürzungshinken bemerkbar. Mit der Zeit entstehen oft Wirbelsäulen- oder Hüftschmerzen. Weil das Hüftgelenk des längeren Beins vermehrt belastet wird, nutzt es sich stärker ab.

Das Engpasssyndrom (Impingement) der Hüfte äußert sich in gelegentlichen, stechenden Hüftschmerzen in der Leiste. Diese Schmerzen treten besonders bei starker Hüftbeugung und längerer Belastung auf. Grund sind Formveränderungen an Hüftkopf oder Hüftpfanne, die die Bewegungsabläufe des Hüftgelenks, vor allem die Beugung, behindern.

Die häufigste Ursache für Hüftbeschwerden ist der Gelenkverschleiß, die Arthrose im Hüftgelenk (Coxarthrose). Hier leiden die Patienten unter chronischen Hüftschmerzen mit zunehmender Bewegungseinschränkung.

Die Arthrose des Hüftgelenkes zählt zu einer der häufigsten Gelenkerkrankungen der Bevölkerung. Ungefähr fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland im Alter von über 60 Jahren leiden an Beschwerden durch eine Hüftgelenksarthrose.

Zu diesen zählen belastungsabhängige Schmerzen vor allem in der Leiste mit Ausstrahlung in den Oberschenkel, Funktions- und Bewegungseinschränkungen der Gelenkbeugung und -innendrehung. Die Beschwerden machen sich etwa beim Aussteigen aus dem Auto oder beim Treppensteigen bemerkbar. In späteren Krankheitsstadien treten die Hüftschmerzen auch nachts und in Ruhe auf.

Wenn konservative Maßnahmen wie zum Beispiel Physio- und Chirotherapie sowie Medikamente nicht mehr weiterhelfen und eine entsprechende Einschränkung bestehen bleibt, können durch einen künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes der Schmerz beseitigt und die Funktion des Gelenkes verbessert werden.

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