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Sektion für Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

Rückenzentrum am Marienhospital Aachen

Dr. Johan Moreau

Dr. Johan Moreau

Dr. med. Paul Sanker

Dr. med. Paul Sanker

Kontakt

Praxiszentrum am Marienhospital Aachen
Friedrich-Ebert-Allee 100
52066 Aachen
Telefon +49 (0) 241 / 5 68 29-0
Telefax +49 (0) 241 / 5 68 29-29

www.neurochirurgie-aachen.online
www.neurochirurgie-ac.de
 


Das Leistungsspektrum der Wirbelsäulenchirurgie auf einen Blick

Dr. med. Paul Sanker

  • Allgemeine Rückenleiden
  • Bandscheiben- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Spinalkanalstenosen
  • Minimal-invasive und mikrochirurgische Operationen
  • Begutachtungen und Zweitmeinungen

Dr. Johan Moreau

  • Konservative Behandlung des Rückenschmerzes
  • Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule
  • CT-gesteuerte Facetteninfiltration
  • Neurostimulation
  • Mikrochirurgische Bandscheibenoperation an der Lendenwirbelsäule
  • Carpal Tunnel Syndrom
  • Radiofrequenzläsion - Schmerznervverödung an der Wirbelsäule
  • Kyphoplastie

Barricaid®: Neues Verfahren in der Therapie von Bandscheibenvorfällen

Ob sportlich oder eher gemütlich – ein Bandscheibenvorfall kann jeden treffen, denn die Ursache ist ein kontinuierlicher Verschleißprozess der Bandscheibe, der bei jedem stattfindet und nicht zu verhindern ist. Die Bandscheibe besteht aus einem geschlossenen äußeren Ring (Anulus fibrosus), der in der Mitte mit einer Art Dämpfungskissen gefüllt ist (Nucleus pulposus). Die Bandscheibe ist tagtäglich hohen Belastungen ausgesetzt. Bei jeder körperlichen Betätigung muss sie einem sehr hohen Druck standhalten, teils zehnmal so hoch wie der Luftdruck in einem Autoreifen. Dadurch kommt es über die Jahre zu einem kontinuierlichen Verschleiß – der Anulus wird spröde, wodurch bei hoher Belastung ein Riss entstehen kann. Durch ihn tritt Nucleus-Material aus dem Inneren nach außen und drückt auf den Nerv, was zu extremen Schmerzen führen kann, die wiederum über das Gesäß bis ins Bein ziehen können. „Falls eine konservative Therapie erfolglos bleiben sollte oder der Bandscheibenvorfall Lähmungen verursacht, ist eine möglichst schnelle Operation ratsam, um Spätschäden zu vermeiden“, erläutert Dr. Johan Moreau (Wirbelsäulenchirurgie am Marienhospital Aachen).

Die Bandscheibenoperation (Diskektomie) ist die häufigste chirurgische Therapie bei Bandscheibenvorfällen. „Dabei wird ein Teil der beschädigten Bandscheibe, die auf den Nerv drückt, entfernt. Auf diese Weise wird der Nerv entlastet und der dadurch verursachte Schmerz gelindert“, erklärt der Experte Dr. Moreau. „Durch die OP heilt die Bandscheibe jedoch nicht aus, d.h. das Loch in der Wand wird nicht geschlossen. Ist das Loch sehr groß (≥ 6 mm), liegt das Risiko, dass sich ein erneuter Bandscheibenvorfall entwickelt und damit eine Wiederholung der Operation erforderlich wird, bei über 25%.“

Die Wirbelsäulenchirurgie am Marienhospital Aachen setzt nun auf ein neuartiges Verfahren: Mit Hilfe des sogenannten Barricaid®-Anulus-Verschlusses wird das Loch, das in der Bandscheibe verbleibt, geschlossen. Damit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach einiger Zeit ein erneuter Bandscheibenvorfall ereignet.

Der intraoperative Anulusverschluss mittels Barricaid® ist für Patienten gedacht, bei denen ein höheres Risiko für einen erneuten Bandscheibenvorfall besteht. Vor allem bei jungen Patienten wird versucht, die Bandscheibenhöhe zu erhalten, um später auftretende chronische Rückenschmerzen durch den Verlust der Höhe der Bandscheibe zu vermeiden“, erklärt Dr. Moreau. „Wir ermitteln vor der Operation, ob Barricaid® für unsere Patienten grundsätzlich infrage kommt. Dafür werden klinische Kriterien angewandt, neben der Betrachtung der MRT-Bilder. Die endgültige Entscheidung über den Einsatz eines Barricaid-Implantates fällen wir dann immer erst während der Operation“, so der Neurochirurg.