Varikose/Krampfaderleiden

Die Varikose ist nach wie vor ein echtes volkswirtschaftliches Problem, wenn sie nicht rechtzeitig und adäquat behandelt wird.
Wir bieten die stadiengerechte konventionelle Operation in mikrochirurgischer Technik selbstverständlich ambulant oder kurzstationär an.

Auch die modernen Verfahren wie Endovenöse Laserverödung der Krampfader wie auch nichtthermische Sklerosierung der Krampfader (ClariVeni®) werden bei uns routinemäßig angewandt.
Bei diesen Verfahren, die sämtlich ambulant durchgeführt werden, verkürzt sich die nachfolgend notwendige Kompressionstherapie auf zwei Wochen. Zudem können die Patienten sowohl nach der Endovenösen Lasersklerosierung wie auch dem ClariVein® Verfahren am gleichen Tag die Arbeit wieder aufnehmen.

Die vorbereitende Diagnostik besteht heutzutage in der Regel ausschließlich in der farbcodierten Duplexsonographie.

Bereits während der prästationären Vorbereitung in unserer Ambulanz (nach Terminvereinbarung) wird ein Kompressionsstrumpf für die Nachsorge rezeptiert, so dass am ersten postoperativen Tag die optimale Nachbehandlung beginnen kann.

In unserem Venenzzentrum können die unterschiedlichsten Venenerkrankungen mit den modernsten Methoden behandelt werden.

  • Wie entstehen Krampfadern?
Eine wesentliche Ursache für dieses Krankheitsbild ist eine Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand. In den meisten Fällen ist diese angeboren. Verstärkt wird das Leiden vor allem durch Übergewicht, langes Stehen, Schwangerschaft und Bewegungsmangel.
  • Was sind die Folgen?
Aus der Erweiterung der Venen resultiert ein „Versacken“ des Blutes in den Beinen. Bemerkbar machen sich die Folgeschäden durch „schwere Beine“, Kribbelgefühl, Schwellneigung der Knöchel nach längerem Stehen oder am Abend. Unbehandelt kann die Erkrankung auf die tiefen Venen übergehen und sich daraus im Endstadium das Bild eines „offenen Beines“ (Ulkus) entwickeln.
  • Welches sind die häufigsten Krampfaderleiden?
    Stammvarikosis

Bei der Stammvarikosis ist eine der sogenannten Stammvenen betroffen (vordere Stammvene: Innenseite des Ober- und Unterschenkels; hintere Stammvene: Hinterseite des Unterschenkels). Sie kann unbehandelt schmerzhafte Komplikationen und Hautveränderungen bis hin zum Venengeschwür verursachen.

    Seitenastvarikosis

Diese Form der Varikosis tritt oft kombiniert mit einer Stammvarikosis auf und irritiert optisch je nach Ausmaß, funktionell je nach Ausbreitung.

    Besenreiservarikosis

Hierbei handelt es sich um kleinste, erweiterte Venen in der Haut. Diese haben in der Regel nur kosmetische Bedeutung, sie können aber auf eine nicht sichtbare Stammvenenvarikosis hinweisen.
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
    Offen-chirurgische Verfahren

Bei diesem chirurgischen Eingriff wird ein kleiner Schnitt in der Leiste angelegt und die variköse Vene im Bereich ihrer Einmündung in die tiefe Vene unterbunden und durchtrennt. Mit Hilfe einer Sonde wird dann der kranke Anteil der Vene herausgezogen (Stripping). Weitere kleine Schnitte dienen zur Entfernung von erweiterten Seitenästen. Der Eingriff erfolgt ambulant oder stationär.

    Endovenöse Radiowellenbehandlung (VNUS Closure)

Über eine Punktion wird unter Ultraschallkontrolle eine Radiofrequenz-Sonde (VNUS) in die erweiterte Stammvene eingebracht und diese durch an der Sondenspitze entstehende Hitze von 120°C im Rückzugverfahren verschlossen. Hierbei wird die Eiweißstruktur der Venenwand zerstört und die Vene zieht sich im behandelten Abschnitt zusammen, im Zentrum entsteht ein stabiles Verschlussgerinnsel. Diese Technik eignet sich vor allem für die Stammvene des Oberschenkels bis unter das Knie. Sie wird häufig mit anderen Verfahren (Verödung, Mini-Phlebektomie) kombiniert. Prinzipiell kann der Eingriff in Vollnarkose, aber auch in örtlicher bzw. regionaler Betäubung erfolgen.

Die endovenöse Radiowellentherapie gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Deshalb muss bei Indikation oder Behandlungswunsch der Patient im Einzelfall mit seiner Krankenkasse verhandeln bzw. einen Kostenübernahmeantrag stellen.

Der Eingriff erfolgt ambulant oder stationär.

    Sklerosierung (Verödung)

Mittels Injektion eines Verödungsmittels in die Varize wird eine künstliche Venenentzündung provoziert, die zu einer bindegewebigen Umwandlung der erweiterten Vene führt. Diese Methode wird bei Seitenast- und Besenreiservarizen aus kosmetischen Gründen bevorzugt. Das Verödungsmittel kann auch aufgeschäumt werden, wodurch die Wirkung intensiviert wird (Schaumsklerosierung). Bei ausgeprägten und großflächigen Befunden sind auch mehrere Behandlungen erforderlich, denn die Menge des verwendeten Verödungsmedikaments ist jeweils zu begrenzen.

Bei der Sklerosierung handelt es sich um eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die bis auf medizinisch begründete Ausnahmen nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gehört.

Der Eingriff erfolgt ambulant. Ein Betäubungsverfahren ist nicht erforderlich.

    Strumpfkompression

Für alle dargestellten Behandlungen der Varikosis gilt die Empfehlung einer Kompressionsbehandlung für 1-2 Wochen mit Stützstrümpfen einer bestimmten Kompressionsklasse, die individuell verordnet werden und meist oberschenkellang sein sollen.