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Gemeinsam für den Ernstfall vorbereitet

MANV-Übung am Marienhospital Aachen

Jennifer Capellmann

Chefärztin des Zentrums für Notfallmedizin
Jennifer Capellmann

  • Fachärztin für Innere Medizin
  • Notfallmedizin
  • Klinische Akut- und Notfallmedizin
Dr. med. Simone Gehrke

Chefärztin des Zentrums für Notfallmedizin
Dr. med. Simone Gehrke

  • Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Klinische Akut- und Notfallmedizin
  • Sportmedizin
  • Ärztin im Rettungsdienst
  • Manuelle Medizin/Chirotherapie
Thomas Reinders

Pflegerische Leitung
Thomas Reinders

  • Zentrale Notfallaufnahme
Chris Peters

Stv. Pflegerische Leitung
Chris Peters

  • Zentrale Notfallaufnahme
Johanna Heiligtag

Pflegerische Leitung
Johanna Heiligtag

  • Zentrale Notfallaufnahme

Ein sogenannter MANV – ein Massenanfall von Verletzten – beschreibt eine Situation, in der die hohe Anzahl von Patienten die regulären Versorgungsstrukturen zeitweise überfordert. Solche Ereignisse können beispielsweise durch größere Verkehrsunfälle, Brände oder andere Schadenslagen entstehen. Für Krankenhäuser bedeutet dies, innerhalb kürzester Zeit zusätzliche personelle und materielle Ressourcen zu mobilisieren, klare Führungsstrukturen zu etablieren und eine koordinierte Patientenversorgung sicherzustellen.

Als Zentrale Notfallaufnahme des Marienhospitals Aachen sehen wir es als unsere Verantwortung, für solche besonderen Einsatzlagen bestmöglich vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren eine interdisziplinäre und interprofessionelle Projektgruppe intensiv mit der Erstellung und Weiterentwicklung eines MANV-Konzeptes für unser Haus beschäftigt. Unter der Leitung der Chefärztinnen Dr. Simone Gehrke und Jennifer Capellmann sowie des pflegerischen Leitungsteams Thomas Reinders und Christian Peters des Zentrums für Notfallmedizin wurden Abläufe definiert, Rollen festgelegt und notwendige Materialien sowie Strukturen geplant.

Ein wichtiger Meilenstein dieser Arbeit war die gemeinsame MANV-Übung mit der Feuerwehr der Stadt Aachen am 30. Mai 2026. Bei bestem Wetter führte die Feuerwehr zunächst auf einem Übungsgelände ein entsprechendes Schadensszenario durch. Im Anschluss wurden die „verletzten“ Patienten nach Alarmierung unserem Krankenhaus zugeführt. Innerhalb kürzester Zeit richtete das Team der Zentralen Notfallaufnahme einen Sichtungsbereich ein und nahm die eintreffenden Patienten entgegen.

Die zentrale Aufgabe bestand darin, alle Betroffenen strukturiert zu sichten und ihnen anhand ihrer Verletzungsschwere eine medizinische Behandlungspriorität zuzuordnen. Gerade diese ersten Minuten sind in einem MANV-Ereignis von entscheidender Bedeutung, um vorhandene Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und die bestmögliche Versorgung für alle Patienten sicherzustellen.

Solche Übungen sind unverzichtbar. Sie ermöglichen es, theoretische Konzepte unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen, Abläufe zu optimieren und das Zusammenspiel aller Beteiligten weiter zu verbessern. Dabei zeigte sich erneut, wie wichtig klare Kommunikation, definierte Verantwortlichkeiten und eingespielte Teams für den Erfolg eines solchen Einsatzes sind.

Die Veranstaltung war für alle Beteiligten äußerst erfolgreich und geprägt von einer kollegialen, konstruktiven Atmosphäre. Im Anschluss bot ein gemeinsamer Imbiss Gelegenheit zum fachlichen Austausch zwischen den Mitarbeitenden der Zentralen Notfallaufnahme, dem Rettungsdienst und der Feuerwehr. Die Gespräche unterstrichen einmal mehr den hohen Stellenwert einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den präklinischen und klinischen Partnern der Notfallversorgung.

Wir bedanken uns herzlich bei der Feuerwehr der Stadt Aachen, dem Rettungsdienst sowie unserem engagierten Team der Zentralen Notfallaufnahme für ihren Einsatz und ihr großes Engagement. Die erfolgreiche Übung bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Unser gemeinsames Ziel bleibt es, die Menschen in Aachen und der Region auch in außergewöhnlichen Notfallsituationen bestmöglich und professionell versorgen zu können.