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Ein privater Blick auf...

Unseren Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie

Dr. med. Thorsten Winters

Chefarzt
Dr. med. Thorsten Winters

  • Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Pneumologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin

Name? Dr. med. Thorsten Winters
Geburtsort? Würselen
Alter? 43 Jahre
Familie? Verheiratet mit der Biologin Anna Winters, zwei Söhne Aaron (7 Jahre) und Joscho (4 Jahre)

Sie sind seit 2019 Chefarzt im Marienhospital Aachen. Warum haben Sie sich für einen Wechsel nach Burtscheid entschieden? Was haben Sie vorher gemacht?
Ich bin ein Rheinländer durch und durch: In Würselen geboren, in Übach-Palenberg aufgewachsen und zum Studium nach Aachen gekommen. An der Uni habe ich auch meine Frau Anna kennengelernt – ich habe also im doppelten Sinne mein Herz an diese Stadt verloren. Auch wenn ich in meiner Freizeit gerne durch die Welt reise, stand für mich und meine Frau fest, dass wir im Rheinland leben und arbeiten möchten. Und nach meiner letzten Wirkungsstätte in der Großstadt Köln (Pneumologische Klinik im Malteser Krankenhaus) hat die Kaiserstadt jetzt genau die richtige familiäre Größe für uns.

Sie leben mit Ihrer Familie seit einem Jahr im Frankenberger Viertel. Was schätzen Sie an Ihrer neuen Heimat besonders?
Wir lieben am Frankenberger Viertel vor allem die idyllische Atmosphäre mit den ganzen Altbauten, dem Frankenberger Park, den netten Kneipen und Restaurants und die Nähe zum Aachener Wald. Meine Familie und ich wandern sehr gerne und verbringen viel Zeit in der Natur. Natürlich bietet auch das Dreiländer-Eck und die Nähe zu den Niederlanden und Belgien ein Stück Lebensqualität.

Wenige Monate nach Ihrem Start im „Marien“ überrollte uns alle die Coronapandemie. Inwiefern hat das letzte Jahr Sie als Privatperson geprägt und verändert? Schauen Sie mit anderen Augen auf Ihr Leben und auf die Welt? Das letzte Jahr war für mich wirklich in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Wir sind mitten im Lockdown von Hürth nach Aachen gezogen, mussten uns und unsere Kinder mit einer vollkommen neuen Umgebung und einem Schul- und Kitawechsel vertraut machen. Dazu die neue Stelle als Chefarzt einer Pneumologischen Klinik, die sich mitten im Aufbau befand und plötzlich überdeckte die Corona-Pandemie alles. Diese Zeit hat mich gelehrt, dass man mit sehr wenig auskommen kann und meinen Blick auf das Wesentliche fokussiert.

Wenn Sie eine beliebige Aktivität zu einer olympischen Disziplin machen könnten. Bei welcher hätten Sie die größten Chancen eine Medaille zu gewinnen?
Definitiv im Dauerreden: Ich bin bekannt dafür, dass ich gerne und viel rede. Also diese Goldmedaille hätte ich sicher :-).

Wie schalten Sie am Feierabend am besten ab? Was sind Ihre Hobbies?
An erster Stelle stehen in meiner Freizeit auf jeden Fall die Kids. Sobald ich zuhause bin, stehen die ersten „Schwertkämpfe“ mit meinen Söhnen auf dem Programm, oder wir hüpfen zusammen auf dem Trampolin. Außerdem treibe ich gerne Sport: Fitness, Klettern und Mountainbiken stehen bei mir hoch im Kurs. Und wenn ich es mal locker angehen lassen möchte, greife ich zu einem guten Buch zum Beispiel von meinen Lieblingsautoren Juli Zeh, Irvin D. Yalom oder Matt Ruff. Gerade lese ich von ihm den Roman „Bad Monkeys“. Musikalisch stehe ich auf Alternative Rock, mag aber auch deutschen Hip-Hop und Klassik.

Sind Sie ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Mein Kopf hat die Führung!

Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen? Käse – ohne guten Käse kann ich nicht leben. Dann kommt ein kaltes Bier.

Welche Geschichte aus Ihrer Jugend werden Sie Ihren Kindern und Enkeln am häufigsten erzählen?
Die Geschichte stammt aus meiner Zeit als PJler in einem Krankenhaus in Neu-Delhi. Damals haben ein Kommilitone und ich im Winter einen Ausflug auf einen 3.000er im Himalaya gemacht. Die Kulisse in den Bergen mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Mount Everest werde ich nie vergessen. Aber auch nicht, dass es bitterkalt war und wir drei Dörfer passiert haben, in denen es keine Einwohner gab und wir bis zur Dunkelheit nicht wussten, wo wir übernachten sollten. Am Ende haben wir dann aber zum Glück Unterschlupf in einem Tempel gefunden und am nächsten Morgen wurden wir mit einer sensationellen Aussicht auf das Ganges-Tal belohnt. Dieses Abenteuer werde ich nie vergessen.

Wenn Sie drei geschichtliche Personen zum Essen einladen könnten, welche wären das?
1. Albert Einstein
2. Dalai Lama
3. Carl Gustav Jung

Auf was für Veränderungen hoffen Sie in der Zukunft?
In erster Linie hoffe ich, dass wir die Corona-Pandemie mit viel Disziplin und einer guten Impfstrategie bald in den Griff bekommen. Was mich aber ebenso umtreibt, ist der Klimaschutz und die Sorge um unseren Planeten. Wir alle müssen lernen, weise mit unseren knappen Ressourcen umzugehen und die dramatischen Klimaveränderungen in den Fokus unseres Handelns stellen.