Schaufensterkrankheit (pAVK)

Die periphere arterielle Verschluss Krankheit (Schaufensterkrankheit) hat leider weiterhin ihre medizinische und auch volkswirtschaftlich negative Bedeutung.

In einer Erhebung von H.M. Becker 1992 (Die Situation der Gefäßchirurgie in Zahlen, erschienen 1992 in Management und Krankenhaus 11; 102 – 110) wurde die Zahl der gefäßchirurgischen Operationen mit 2469/Jahr/1 Mio Einwohner für das Jahr 1989 beziffert. In den Jahren 1984 –1989 betrug sie noch ca. 1600. Dies bedeutet alleine in acht Jahren eine Zunahme von 900 Operationen Jahr/1Mio. Einwohner. Für die 20 Jahre davor waren Steigerungsraten von 117% bzw. 98% eruiert worden.

Heute liegen diese Zahlen sicher noch höher, eine genaue Erhebung liegt zurzeit nicht vor. Durch die höhere Lebenserwartung und deutliche Zunahme des Diabetes mellitus ist eine Änderung diese Trends nicht zu erwarten.

Mit der höheren Lebenserwartung hat die Komplexität des Krankheitsbildes „pAVK“ dramatisch zugenommen. Aus diesem Grund ist die beste Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen nur durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gefäßchirurgie, Radiologie, Kardiologie sowie Anästhesie zu erreichen.

Auch das Marienhospital Aachen hat aus diesem Grund mit der Einstellung mehrerer Gefäßchirurgen und interventionellen Radiologen dieser Tatsache Rechnung getragen.

Durch die intensive Zusammenarbeit der Gefäßchirurgie mit der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Chefarzt Dr. med. Rainald  Bachmann) ist ein interdisziplinärer medizinischer Schwerpunkt Gefäßmedizin entstanden.

Zur Indikation, Planung und Vorbereitung von Patienten, die an den Gefäßen - sei es operativ, interventionell oder auch konservativ - behandelt werden sollen, führen wir regelmäßig eine Patienten- und Angiobesprechung im Marienhospital Aachen durch.