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Kalte Hände und Füße/Raynaud-Syndrom

Ursachen und Beschwerden
Kalte Hände oder Finger, auch Weißfingerkrankheit, Leichenfinger oder Raynaud-Syndrom genannt, sind eine häufig auftretende Erscheinung. Bis zu 10% der Bevölkerung sind betroffen, meist Frauen. Meist kommt es bei äußerlicher Kälteeinwirkung zu einem starken Abblassen oder einer Blaufärbung der Finger, teils mit Taubheitsgefühl. Ursächlich ist eine Fehlregulation des autonomen Nervensystems, das eine starke Gefäßverengung der kleinen Finger/Zehengefäße bewirkt. Anschließende Zufuhr von äußerlicher Wärme z.B. durch warmes Wasser führt zu einer starken Rötung der Finger, was teilweise sehr schmerzhaft ist.

Diagnostik
Zunächst finden ein ärztliches Gespräch und die körperliche Untersuchung statt. Hierbei werden sogenannte Provokationstests durchgeführt. Auch findet eine Messung der Dopplerverschlussdrücke der Arme und Beine statt. Per Ultraschall werden Durchblutungsstörungen durch Verkalkungen ausgeschlossen. Meist gibt es keine Ursache für das Raynaud-Syndrom (primäres Raynaud-Syndrom). Über Labortests werden äußerliche Ursachen (wie z.B. Antikörper) des Raynaud-Syndroms (sekundäres Raynaud-Syndrom) ausgeschlossen.

Therapie
Da die Symptomatik des Raynaud-Syndroms fast immer milde ist, besteht die Therapie im Vermeiden von Kälteexpositionen wie dem Tragen warmer Handschuhe und Socken. Außerdem sollte ein mögliches Rauchen beendet werden. Auch eine medikamentöse Therapie kann erfolgen. Die Medikamente bewirken eine Weitstellung der kleinen Handgefäße. In schweren Fällen kann auch eine Operation mit Ausschaltung des Nervensystems im Brustbereich erfolgen.

Wir sind gerne für Sie da!

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