Krampfadern

Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens unter einer Krampfaderbildung. Varizen oder umgangssprachlich Krampfadern (aus dem Altdeutschen: Krumpe Ader – krumme Ader) sind defekte, erweiterte und oft geschlängelte, zum Teil längliche oder wie „Knoten“ imponierende Venen unter der Haut. Meist ist die Klappenfunktion (Rückschlagventile) nicht mehr intakt, so dass das venöse, verbrauchte und Sauerstoff arme Blut folglich in die falsche Richtung, zurück in die Beine fließt. Dieser verkehrte Fluss führt zu einem erhöhten Venendruck in den Beinen mit der Folge von krankhaften Auswirkungen wie zum Beispiel einer Beinschwellung, Müdigkeitsgefühlen oder dem Gefühl von schweren Beinen, oberflächlichen Venenthrombosen, Hautekzemen und „offenen Beinen“, lat. Ulcus cruris.

Veränderte Venenabschnitte (Seitenäste) werden mit einem minichirurgischen Verfahren entfernt. Dieses schonende Verfahren führen wir ambulant im MVZ durch. In kleinen Stichen von 1 bis 2 mm können die oberflächlichen, sichtbaren Krampfadern in lokaler Betäubung oder in Kurznarkose mit gutem Ergebnis beseitigt werden. Zeitweise müssen längere Venenabschnitte „gestrippt“ werden, dies wird in Kurznarkose durchgeführt und verhindert – bei Veränderungen in diesem Venenabschnitt – ein vorzeitiges Wiederauftreten dieser meist durch eine Bindegewebsschwäche verursachte Erkrankung. Durchgeführt werden Vorsorgeuntersuchungen, Beratungen, konservative als auch operative Therapien und darüber hinaus auch kosmetische Behandlungen, z.B. Entfernung von Besenreisern.