Hämodialysezugänge

Bedingt durch die demographische Entwicklung und das größer werdende Indikationsspektrum für eine „Blutwäsche“ (Niereninsuffizienz, Lipidapharese etc.) nimmt die Anzahl der Patienten mit einer Indikation zur AV-Fistelanlage stetig zu. Zudem wächst mit zunehmender Lebenserwartung der Patienten mit AV-Fisteln auch die Rate von Spätkomplikation dieser AV-Fisteln an.

Aus diesen Gründen nimmt die Shuntchirurgie konstant an Wichtigkeit im gefäßmedizinischen Alltag zu.

Die Anlage von AV-Fisteln zur Hämodialyse bieten wir mit einem möglichst kurzen stationären Aufenthalt oder auch ambulant an. Ebenso führen wir Revisionen von Shuntkomplikationen durch. Die Verwendung von Kunststoffprothesen kommt bei uns erst wenn keine autologe Möglichkeit mehr besteht, so dass deren Einsatz bei uns nur sehr limitiert vorkommt.

Bis eine AV-Fistel zur Dialyse genutzt werden kann, sind häufig einige Wochen, zur sogenannten „Reifung“ der Vene abzuwarten. Sollte in dieser Zeit bereits eine Dialyse notwendig sein, implantieren wir einen Vorhof- oder auch Demerskatheter, der dann später, bei gut funktionierender AV-Fistel ambulant in einer örtlichen Betäubung wieder explantiert werden kann. Bei allen diesen Prozeduren sind wir bestrebt, in Absprache mit der Heimdialyseeinheit die Anbindung dorthin möglichst schnell wiederherzustellen.

Dringliche Revisionen können Sie jederzeit tagsüber in unserem Sekretariat und am Wochenende und abends über den diensthabenden Gefäßchirurgen 0241/6006-0 anmelden.