Klinik für Leistungsspektrum der Klinik für Gefäßchirurgie

Die Klinik für Gefäßchirurgie versorgt schwerpunktmäßig Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörungen, z. B. die Therapie des Schlaganfalles, der Bauchschlagadererweiterung, der Schaufensterkrankheit oder des Raucherbeins, zudem Patienten mit Venenleiden (z.B. Krampfadern, offenes Bein oder Thrombose). Die Gefäßchirurgische Klinik bietet neben den klassischen operativen Behandlungsmethoden auch die neuesten und schonendsten Operationsverfahren der modernen minimal-invasiven Therapie sowohl stationär als auch ambulant an.

Das Ziel der Zusammenarbeit von Gefäßchirurgen, interventionell tätigen Radiologen und zudem angiologisch tätiger Internisten ist die integrale Behandlung und Führung der Patienten mit Arterien- und Venenerkrankungen, ausgerichtet auf die Erhaltung von Funktion und Integrität der Extremität.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die venöse Gefäßchirurgie wie zum Beispiel Varizen-Operationen (Krampfadern) unter besonderer Berücksichtigung kosmetischer Aspekte, venöse Thrombektomien (Entfernung von Blutgerinnseln) und die Therapie der chronisch „offenen Beine“. Hier kommen auch das sogenannte Ulcus-Shaving (Geschwür-Behandlung), Fasziotomien (Spaltung von derbem Bindegewebe) und Hauttransplantationen zur Anwendung.

Für das diabetische Fußsyndrom, eine der häufigsten Ursachen für Beinamputationen, gilt, dass mehr als die Hälfte dieser Amputationen durch präventive Maßnahmen bzw. Anwendung von stadiengerechten Behandlungswegen vermeidbar ist. Eine optimale Behandlungsstrategie ermöglichen wir u.a. durch die enge Kooperation mit dem Aachener Zentrum für Fußchirurgie.

In den letzten 15 Jahren haben wir uns in unserer Gefäßklinik fortlaufend mit den neuesten Behandlungsmethoden der interventionellen Radiologie und endovaskulären Chirurgie beschäftigt. Daraus resultiert, dass wir bei Patienten mit Bauchschlagadererweiterung zunehmend eine neue risikoarme Technik anwenden, die so genannte Endovaskuläre Aneurysma Reparation (EVAR). Bei dieser Methode kann das Öffnen des Bauchraumes vermieden werden (lediglich eine kleine Operationswunde in der Leistenregion) und damit erfolgt ein schneller Heilungsverlauf mit sehr kurzem stationären Aufenthalt. Solche Erneuerungen im Sinne von minimal-invasiven Eingriffen beziehen sich auch auf die Behandlung von Verengungen der Halsschlagader. So lassen sich durch Ballonaufweitung und Stentimplantation das Risiko von Schlaganfällen deutlich reduzieren.