Fall des Monats in der Klinik für Gefäßchirurgie von Chefarzt PD Dr. med. Gottfried Mommertz

Januar 2018

Die stationäre Aufnahme des Patienten erfolgte aufgrund von Gewebeuntergang (Nekrose) an der Großzehe und Ferse links.

Schon bei der körperlichen Untersuchung und im Ultraschall ergab sich der dringende Verdacht auf eine kugelförmige Aufweitung der Kniekehlenschlagader (Aneurysma).

Die Darstellung der Schlagadern mittels Magnetresonanztomographie (MR-Angiographie) bestätigte diesen Verdacht. Es zeigte sich ein asymmetrisches teilthrombosiertes Aneurysma im P2-Segment der A. poplitea mit einem Durchmesser ca. 4 cm (siehe Abbildung).

Aufgrund eines hohen Abgangs der hinteren Unterschenkelschlagader schied eine minimalinvasive Behandlung, auch nach Rücksprache mit unserem Referenzzentrum in Leipzig aus.

Es wurde die Indikation zur operativen Entfernung des Aneurysmas (Aneurysmaresektion) und Wiederherstellung der Durchblutung mittels Veneninterponat links gestellt und am 19.01.2018 komplikationslos durchgeführt.

Postoperativ wurde der Patient für eine Nacht auf unserer Intensivstation überwacht. Der postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos. Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Durchblutungssituation bei stets warmer und rosiger Extremität mit reizlosen Wundverhältnissen und trockenen Nekrosen an Großzehe und Ferse links. Die einliegenden Wunddrainagen wurden zeitgerecht entfernt.