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Festveranstaltung in den Kurparkterrassen: Abschied von Dr. med. Arpàd Jendralski und Begrüßung der neuen Chefärzte Dr. med. Erik Skobel und Dr. med. Matthias Lerch

Festlich ging es am 27. August 2014 in den Kurparkterrassen zu: Die Stiftung hatte zum Empfang geladen, um drei Chefärzte zu würdigen: Dr. med. Arpàd Jendralski übergab nach 22 Dienstjahren den Staffelstab an seinen Nachfolger in der Rehaklinik „An der Rosenquelle“ Herrn Chefarzt Dr. med. Erik Skobel. Auch im Marienhospital Aachen hat ein neuer „Kapitän“ das Ruder übernommen: Dr. med. Matthias Lerch leitet seit 1. Juni die Frauenklinik.

Dr. med. Arpád Jendralski verabschiedet sich nach 22 Jahren als Chefarzt der Rehaklinik „An der Rosenquelle“ in den Ruhestand

Dr. med. Arpád Jendralski wurde im Jahr 1949 in Münster geboren und hat in Aachen Abitur gemacht. Seine universitäre Laufbahn führte ihn im Anschluss zum Medizinstudium nach Köln und Aachen. Von 1979 bis 1984 absolvierte er seine Assistenzarztzeit in der Neurochirurgie und Inneren Medizin II am Universitätsklinikum Aachen und wechselte danach als Oberarzt und später Leitender Oberarzt ans Knappschaftskrankenhaus Würselen-Bardenberg, wo der Facharzt für Innere Medizin und Rehabilitationswesen bis 1991 praktizierte. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals zu meinem Chef sagte: `Ich möchte nicht nur das vorletzte Wort haben, ich möchte gerne das letzte Wort haben´ und damit war klar, dass ich mich um einen Chefarztposten bewerbe“, erzählt der 65-Jährige von seinen damaligen Plänen. Gesagt, getan: Am 1.1.1992 wurde Dr. Arpád Jendralski Chefarzt der Rehaklinik „An der Rosenquelle“ (Kurbrunnenstraße 5 in Aachen-Burtscheid), die damals noch vom Land Nordrhein-Westfalen geführt wurde. „Die ehemalige Kriegsopferversorgungsklinik war Anfang der 1990er Jahre in einem desolaten Zustand, wir mussten die Rosenquelle wieder ordentlich aufbauen, um die Konkurrenzfähigkeit wiederherzustellen. Im Jahr 2002 konnten wir die Katholische Stiftung Marienhospital Aachen für die Weiterführung der Klinik gewinnen.“ Seitdem hat sich die Rehaklinik, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Marienhospital Aachen gelegen ist, zu einem hochkompetenten Zentrum für fachübergreifende internistisch/orthopädische Rehabilitation entwickelt, das sich weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Die 112 Betten sind im Jahresdurchschnitt zu etwa 90 % ausgelastet.

Neben seiner ärztlichen Laufbahn hat Dr. Jendralski auch bei der Bundeswehr Karriere gemacht. Nach dem Wehrdienst im Jahr 1966 hat er in den Semesterferien die Offiziersausbildung abgeschlossen und kam später zur Sanitätstruppe. 2008 wurde er zum Oberst befördert und erhielt 2011 für sein Engagement das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Als Kommandeur der Schnellen Einsatzkräfte Sanitätsdienst ist er auch heute noch für 1.800 Soldaten zuständig, die in Leer (Ostfriesland) stationiert sind. „Mir wird es also auch nach meiner aktiven Berufslaufbahn in der Rehaklinik nicht langweilig“, schmunzelt der Neu-Ruheständler. „Ich freue mich schon sehr darauf, wieder mehr Zeit für meine Hobbies zu haben: Das Marathonlaufen, Golf spielen, Wandern und Skat spielen.“ Darüber hinaus bleibt  Dr. Jendralski ehrenamtlicher Richter am Finanzgericht in Köln und Mitglied im Ehrendienst des Domes, wo er als Kassenprüfer im Verein der Freunde der Aachener Dommusik aktiv ist.

Staffelübergabe an Dr. med. Erik Skobel

Nach neun Jahren als leitender Oberarzt in der Rehaklinik „An der Rosenquelle“ kennt Dr. med. Erik Skobel (Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie und Pneumologie, Rehabilitationswesen, Kardiovaskulärer Präventivmediziner DGPR®, Sprecher der Arbeitsgruppe Schlafapnoe der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation) die Klinik an der Kurbrunnenstraße schon wie seine eigene Westentasche. „Ich freue mich sehr, dass ich nun die Möglichkeit habe, die sehr gute Arbeit von Dr. Jendralski fortzuführen und die von mir seit Beginn meiner Tätigkeit in der Rosenquelle entwickelten Konzepte weiter auszubauen und zu erweitern“, betont Dr. Skobel. „Die Rosenquelle verfügt in den Bereichen Herz/Lunge über ein Alleinstellungsmerkmal in der Region und genießt einen exzellenten Ruf. Patienten aus ganz Nordrhein-Westfalen kommen zu uns, und wir arbeiten hervorragend mit allen Kliniken der Region zusammen“, berichtet Dr. Skobel. „In der ambulanten kardiologischen und orthopädischen Rehabilitation, in der Telemedizin und in der Therapie von Patienten mit Herzschwäche und schweren Lungenerkrankungen werden wir neue Schwerpunkte setzen“, schaut der Chefarzt in die Zukunft.

Geboren wurde Dr. Skobel am 6. November 1968 in Bamberg und ist in Düren aufgewachsen, wo er 1988 das Abitur machte. Zum Medizinstudium kam er dann nach Aachen und promovierte in der Herz-Kreislauf-Physiologie bei Professor Dr. Helmut Kammermeier mit Summa cum laude. Zur kardiologischen Ausbildung wechselte er an die Universitätskliniken Münster (Professor Dr. Günter Breithardt), Bochum/Herne (Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe) und Aachen (Professor Dr. med. Peter Hanrath). Für seine wissenschaftlichen Aktivitäten wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2001 den Forschungspreis der Deutschen Herzstiftung noch bevor er im Jahr 2002 seine Facharztprüfung Innere Medizin abschloss.

Neben seiner Liebe zur Kardiologie liegt ihm die Pneumologie ebenso am Herzen. Bei Professor Dr. med. Winfried Randerath in Solingen absolvierte er 2005 die Weiterbildung zum Schwerpunkt Pneumologie. „Meine Frau und unsere beiden Töchter sind damals in Aachen geblieben, und ich habe in Solingen im Schwesternstift bei den Nonnen gewohnt“, erinnert sich Dr. Skobel schmunzelnd. „Für mich war also klar, dass ich schnellstmöglich wieder nach Aachen wechseln wollte. Ein glücklicher Zufall brachte mich dann in Kontakt mit der Rosenquelle. Bei einem Telefonat mit Dr. Jendralski habe ich mir beiläufig die Frage erlaubt: `Brauchen Sie vielleicht einen pneumologischen Oberarzt?´“, erinnert sich der 45-Jährige an das Gespräch. Diese Frage war rasch mit Ja beantwortet und schon kurze Zeit später hatte er seinen ersten Arbeitstag in Burtscheid. „Mein Chef hat mich sehr unterstützt, so dass ich neben meiner ärztlichen Tätigkeit auch meine wissenschaftliche Karriere fortsetzen konnte.“ Derzeit arbeitet er an seiner Habilitation bei Professor Dr. med. Nikolaus Marx am Universitätsklinikum Aachen zum Thema kardiologische Rehabilitation.

„Für mich müsste der Tag oft 25 Stunden haben, da sonst neben der Arbeit für Familie und Freizeit momentan leider nicht allzu viel Zeit bleibt“, bedauert der zweifache Familienvater. „In ruhigeren Phasen liebe ich gemeinsame Aktivitäten mit meiner Familie, Radfahren und lesen. Aber auch in meiner Heimatpfarrgemeinde in Aachen-Kohlscheid engagiere ich mich gerne“, erzählt der Chefarzt.

Neue Spitze in der Frauenklinik: Dr. med. Matthias Lerch ist seit 1. Juni neuer Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marienhospitals Aachen

„Für mich ist die Geburtshilfe der schönste Grund, in ein Krankenhaus zu gehen und zugleich auch die spannendste Disziplin der Medizin.“ Mit diesen Worten umschreibt Dr. Matthias Lerch die Liebe zu seinem Beruf. Der 51-Jährige ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie, Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin und hat am 1. Juni 2014 die Leitung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marienhospitals Aachen übernommen. Dr. Lerch ist in Andernach (Rheinland-Pfalz) aufgewachsen und hat nach dem Abitur im Jahr 1981 an den Universitäten Aachen und Münster Humanmedizin studiert. „Schon damals habe ich mich in Aachen sehr wohl gefühlt und freue mich deshalb sehr, dass ich nun wieder im Rheinland leben und arbeiten darf.“

Seinen beruflichen Werdegang hat Dr. Lerch 1988 am St. Franziskus-Hospital Münster als Assistenzarzt begonnen. „28 Jahre lang war ich in Münster und im Münsterland beschäftigt und habe dann im Jahr 2010 den Chefarztposten am Reinhard-Nieter Krankenhaus in Wilhelmshaven übernommen“, berichtet Dr. Lerch. „Aber der Ruf der alten Heimat und die fehlenden Berge und Wälder haben mich ins Rheinland zurückgeführt.“

Schwerpunkte in der minimal-invasiven Chirurgie und der Urogynäkologie

Als Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird er seine langjährige Expertise in der minimal-invasiven Chirurgie nutzen, um das komplette Spektrum der sogenannten „Knopfloch“-Chirurgie einzuführen. „Wir können nahezu die komplette gynäkologische Chirurgie minimal-invasiv gestalten. Hierzu gehören Erkrankungen der Eierstöcke oder der Gebärmutter, Teile der Senkungs- und Inkontinenzchirurgie und mittlerweile auch in Ansätzen die große Bauchchirurgie bei ausgewählten Tumorformen.“ Einen weiteren Schwerpunkt setzt Dr. Lerch in der Urogynäkologie zur Behandlung von Senkungsleiden und Inkontinenzbeschwerden der Frau. Hierzu hat der Experte speziell für Frauen mit diesem Krankheitsbild eine eigene Sprechstunde etabliert. Darüber hinaus gehört die Onkochirurgie bei bösartigen Unterleibserkrankungen zu seinem Spezialgebiet. „Ich freue mich sehr, dass der Vorstand der Stiftung die hierzu notwendigen Investitionen in modernstes technisches Equipment und optimale Arbeitsbedingungen bereits vollzogen hat. Denn wer Formel 1 fahren möchte, muss auch ein Formel 1 Auto haben“, betont Dr. Lerch.

Neben der Technik liegen dem Chefarzt aber vor allem die Menschen am Herzen. An erster Stelle stehen bei ihm immer die Patientinnen. „In meiner Klinik gilt der Grundsatz: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Jede Therapie setzt eine eingehende und sichere Diagnostik voraus. Und dann ist es wichtig, mit Empathie und offenem Ohr gemeinsam den besten Weg auszuloten. Wann immer möglich, sollen dabei zunächst konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden.“ Ist eine Operation jedoch unausweichlich, so profitieren die Patientinnen im Marienhospital Aachen von dem exzellenten Netzwerk aus Spezialisten des BrustCentrums, der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Radiologie, Urologie, Pathologie, Strahlentherapie und Onkologie. Die Experten arbeiten hier Hand und Hand, um den Frauen die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen.

Rundherum gut betreut: Moderne Geburtshilfe in neu gestalteten Kreißsälen

Neben der Frauenheilkunde zählt die Geburtshilfe zu den großen Leidenschaften von Dr. Lerch. Im Marienhospital Aachen erwartet die werdenden Eltern ein komplett neu gestalteter Kreißsaal, der mit seinen hellen, freundlichen und wohnlichen Entbindungsräumen zum Wohlfühlen einlädt. „Ich trete dafür an, allen Frauen, die sich unserem tollen Kreißsaalteam anvertrauen, ihrem Wunsch nach einer glücklichen natürlichen Geburt so viel Raum und Gelegenheit wie nur möglich zu geben“, unterstreicht der Chefarzt. „Geburtshilfe sollte immer individuell sein, genauso individuell wie jede Schwangere selbst. Wichtig ist, dass wir auf die Wünsche und Bedürfnisse jeder werdenden Mutter eingehen. Dass die Sicherheit von Kind und Mutter dabei immer an erster Stelle steht, ist für mich und mein Team selbstverständlich.“

Wenn der vierfache Familienvater nach einem arbeitsreichen Tag den Arztkittel  gegen das Freizeit-Outfit tauscht, zieht es ihn raus in die Natur. „Mit meiner Frau wandere ich sehr gerne und liebe das Skifahren und Tauchen“, erzählt er 51-Jährige. Auch Lesen und Doppelkopfspielen zählen zu seinen Hobbies.