Aortenaneurysma

Im April 2018 stellte sich der jetzt 80-Jährige Patient bei uns vor. Bei ihm war 2014 von einem anderen Kollegen aufgrund eines Aortenaneurysmas ein Aortenstent bis knapp unterhalb der Nierenarterien implantiert worden (s. Abb. 1). Der max. Durchmesser des Aneurysmas betrug damals knapp 64mm (s. Abb. 2).

Zwischenzeitlich waren keine weiteren Kontrollen erfolgt. Erst im Rahmen einer Computertomographie aufgrund einer akuten Darmerkrankung viel eine Zunahme der Anuerysmagröße auf jetzt 84mm auf (s. Abb. 3). In einer bei uns nun angefertigten speziellen Computertomographischen Angiographie zeigte sich, dass das Aneurysma weiter kopfwärts gewachsen war und auch der einliegende Aortenstent nach fußwärts abgerutscht war (s. Abb. 4).

Gemeinsam mit unseren Kollegen aus der Anästhesie und Kardiologie waren wir uns einig, dass eine offene Operation bei dem schwer vorerkrankten 80-Jährigen Patienten zu riskant erschien.

Aus diesem Grund entschieden wir uns zusammen mit den Kollegen aus der Radiologie einen weiteren Aortenstent mit vier Beinchen für die Darm- und Nierenarterien zu implantieren. Diese Stents werden für jeden Patienten speziell ausgemessen und in subtiler Handarbeit angefertigt.

Am 5. September 2018 konnten wir dann diesen Aortenstent bei dem Patienten erfolgreich einbringen (s. Abb. 5) und mit der Kontrollcomputertomographie am 10. September 2018 zeigen, dass alle Beinchen gut durchblutet waren und das Aneurysma nun komplett ausgeschaltet (s. Abb. 6) und damit die Gefahr für den Patienten gebannt war.

Dieser wurde bei Wohlbefinden, nach Entfernen des Hautnahtmaterials am 17. September 2018 nach Hause entlassen.