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Vom Ahrtal nach Burtscheid: 120 Kilometer für eine neue Hüfte

29.03.2018

Anton Koegst ist froh über seine neue Hüfte. Schon sechs Tage nach seiner Hüft-OP im Marienhospital Aachen schraubte er wieder an seinen Autos herum – und zwar ganz ohne Schmerzen.

Wenn die Kunden ihre Autos in seine KFZ-Werkstatt in Wassenach (bei Neuwied) bringen, dann weiß der Inhaber Anton Koegst ganz genau: Ein Wagen fährt auch nur mit den richtigen Ersatzteilen, geschmiert und geölt wieder richtig rund. Was passiert aber, wenn die eigenen Gelenke nicht mehr mitspielen? Wenn der eigene Körper streikt? Auch dann ist wie bei defekten Autos Expertenrat gefragt. Aber genau davor hat Anton Koegst sich jahrelang „gedrückt“, obwohl ihm starke Hüftschmerzen das Leben schwergemacht haben, und er oft nur mit Schmerztabletten durch den Tag gekommen ist: „Der stressige Alltag als Firmeninhaber und ständig andere Ausreden haben mich davon abgehalten, mich mal von einem Arzt durchchecken zu lassen“, erinnert sich Anton Koegst stirnrunzelnd. „Aber dann erzählte mir ein Kunde von dem neuen Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Marienhospital Aachen Dr. med. Thomas Quandel, der mit rund 5.000 endoprothetischen Eingriffen ein ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der künstlichen Gelenke ist, und ich habe mich getraut“, grinst der 61-Jährige.

Gesagt, getan: Anton Koegst vereinbarte einen Sprechstundentermin im MHA und fuhr die 120 Kilometer nach Burtscheid, um der Ursache für seine Beschwerden auf den Grund zu gehen.

„Bei der Untersuchung haben wir bei Herrn Koegst eine Hüftkopfnekrose festgestellt und ihm die Implantation einer Hüftprothese (TEP) empfohlen“, berichtet der Chefarzt Dr. med. Thomas Quandel. „Zum Glück hat mich der Mut an der Stelle nicht verlassen, denn die Entscheidung zu der Operation war die beste überhaupt. Unglaublich, aber wahr: Nach sechs Tagen stand ich mit meiner neuen künstlichen Hüfte schon wieder unter der Hebebühne in meiner Werkstatt – und zwar ganz ohne Schmerzen“, jubelt Anton Koegst. „Hätte ich das gewusst, hätte ich mich schon viel früher zu diesem Schritt entschieden. Ich kann nur jedem raten, sich bei langanhaltenden Schmerzen von einem Experten untersuchen zu lassen!“

Aktuell absolviert Anton Koegst eine ambulante Reha in seiner Heimatstadt Wassenach. „Jeden Tag zum „Turnen“ nach Aachen zu düsen, war mir dann doch zu weit“, scherzt der KFZ-Fachmann.

Das zertifizierte EndoProthetikZentrum (EPZ) am Marienhospital Aachen arbeitet im Bereich der Rehabilitation Hand in Hand mit der Rehaklinik „An der Rosenquelle“, die ebenfalls zur Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen gehört und sich nur 500 Meter vom MHA entfernt befindet. „Durch diese enge Zusammenarbeit ist es uns möglich, den orthopädischen und unfallchirurgischen Patientinnen und Patienten eine „Rund-um-Versorgung“ anzubieten, die in dieser Form in Aachen einzigartig ist“, erläutert Chefarzt Dr. med. Thomas Quandel. „Der enge Austausch zwischen den Operateuren im Marienhospital und unseren Ärzten in der Rehaklinik „An der Rosenquelle“ trägt in besonderem Maße dazu bei, dass der Behandlungs- und Rehabilitationsprozess quasi „aus einem Guss“ erfolgt und unsere Patientinnen und Patienten dadurch möglichst schnell wieder fit auf den Beinen sind“, ergänzt Filiz Rahime Durdagi (Chefärztin der Rehaklinik „An der Rosenquelle“).