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Neues Konzept in der Pflege etabliert

01.03.2018

Das neue Leitungsteam in der Pflege (v.l.n.r.) Laura Piana, Felix Paul, Anja Salmassi, Jozo Petrovic mit Sandra Stöbener (Stv. Pflegedirektorin), Winfried Königs (Pflegedirektor) und Mareike Schindhelm (Assistentin Pflegedirektion)

Rund 400 Pflegekräfte im Marienhospital Aachen profitieren von der neuen Struktur

Das Marienhospital Aachen ist im März mit einem neuen Leitungskonzept in der Pflege an den Start gegangen. Basierend auf einer umfassenden Analyse hat die Pflegedirektion in den vergangenen Monaten ein Konzept zur Umstrukturierung des Pflege- und Funktionsdienstes entwickelt und die Strukturen in den Arbeits- und Organisationsabläufen optimiert. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Arbeitsbedingungen für unsere rund 400 Beschäftigten in der Pflege zukünftig noch weiter verbessern können“, zeigt sich Winfried Königs (Pflegedirektor) zufrieden. „Unser Ziel ist eine klare Kommunikation, eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit durch kurze Wege und flache Hierarchien sowie eine noch bessere Patientenversorgung“, so Winfried Königs weiter. „Wir sind davon überzeugt, dass sich durch die Etablierung der neuen Bereichsverantwortlichen und der Teamleitungen die Erfolge des neuen Pflegekonzeptes rasch zeigen und alle Mitarbeitenden der Stiftung von dem zukunftsweisenden Schritt profitierten werden.“

Die neuen Bereichsleitungen in der Pflege sind:

Jozo Petrovic (Fachbereich Chirurgie),

Felix Paul (Fachbereich Innere Medizin/Gynäkologie),

Anja Salmassi (Fachbereich Geburtshilfe),

Laura Piana (Fachbereich Funktionsdienste)

und Iris Fleck (Fachbereich OP/Anästhesie ab 1. Juni 2018).


Interview mit dem Pflegedirektor Winfried Königs

Sehr geehrter Herr Königs,

Sie haben zum 1. März 2018 im Marienhospital Aachen ein neues Leitungskonzept in der Pflege etabliert.

Was genau sind die Neuerungen im Vergleich zu den bisherigen Strukturen?

Bisher hatten wir zwei Führungskräfte in der Pflegedienstleitung (PDL), die alles entschieden haben. Jetzt haben wir sechs Bereichsleitungen direkt an der Basis, die die Belange der Mitarbeitenden besser kennen und auf dieser Grundlage fundierte Entscheidungen treffen können. In der Vergangenheit gab es wenig Verantwortung im mittleren Führungsmanagement. Durch die Umstrukturierung werden die Hierarchien flacher.

Welche Vorteile erwarten Sie für die Patienten und Mitarbeitenden?

Ganz klar: Eine bessere und klarere Kommunikation, schnellere Entscheidungen, harmonisierte Abläufe und eine einheitlich hohe Struktur- und Prozessqualität auf allen Stationen. Dadurch versprechen wir uns mehr freie Zeitressourcen für notwendige Strategieentwicklungen.

Die Pflege unterliegt einem starken gesellschaftspolitischen Wandel. Vor welchen Herausforderungen stehen Sie im Marienhospital Aachen in den nächsten Jahren?

Um neue Erkenntnisse auf wissenschaftlicher Basis zu etablieren, sind Schulungen und eine konsequente Umsetzung gefragt. Dies zu erreichen, bedingt klare Strukturen und Informationen. Den Mitarbeitenden authentisch und glaubhaft zu vermitteln, dass sie ernst genommen werden, ihnen Sicherheit, Vertrauen und Professionalität zu bieten, darin sehe ich die größte Herausforderung.

Das Bildungsinstitut für Berufe im Gesundheitswesen (BiBiG) am Marienhospital Aachen erfreut sich nach wie vor über einen regen Zulauf an Auszubildenden. Was ist das Besondere an der Ausbildung im Marienhospital Aachen und was macht den Pflegeberuf auch auf Dauer attraktiv?

Wenn mir Pflegende sagen: ,,Ich pflege gern“, dann weiß ich, wofür ich als Pflegechef brenne. Ihnen Entlastung durch flankierende Dienste zu geben, durch Struktur und Professionalität wieder Wertigkeit und Entlastung zu bieten, das ist das Besondere an der Pflege im Marienhospital Aachen.

 

Drei Fragen an Jozo Petrovic (Bereichsleitung Chirurgie)

Sehr geehrter Herr Petrovic,

Sie leiten den Bereich Chirurgie und sind seit fast 25 Jahren im MHA tätig. Davon 18 Jahre als Stationsleitung in der Allgemeinchirurgie (C3/H1).

Was bedeutet dieser Karrieresprung für Sie ganz persönlich?

Ich freue mich über die enorme Wertschätzung, die mir gegeben wurde seitens aller Entscheider. Für mich ist es in jedem Fall eine neue Herausforderung nach 18 Jahren Stationsleitung und Aufgaben im Bereich Wunde und Stoma.

Wie unterscheidet sich die neue Position der Bereichsleitung von der Stelle als Stationsleiter?

Die Aufgaben sind deutlich komplexer, und ich bin für einen wesentlich größeren Bereich zuständig. Hinzukommt ein neues verantwortungsvolles Aufgabenspektrum im Chirurgischen Bereich.  

Das neue Konzept trägt zur Professionalisierung der Arbeits-, Organisations- und Strukturabläufe bei. Wo sehen Sie die Vorteile für Ihr Team und die Patienten?

Ich erhoffe mir, dass wir einfache, kurze und direkte Wege haben. Die Hierarchie ist deutlich flacher und fördert somit die Mitarbeiterzufriedenheit. Auch wird sich die Kommunikation zwischen den Abteilungen verbessern. Letztendlich steigt somit auch die Patientenzufriedenheit und Patientenversorgung.