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Erfolgreicher Start in der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin

11.09.2017

Sehr geehrter Herr Dr. Quandel,

Sie sind nun seit sechs Monaten der neue Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Marienhospital Aachen.

1. Wie haben Sie sich in Aachen eingelebt?

Die Rückkehr in meine Heimatstadt ist mir nicht schwer gefallen. Im Juni sind meine Frau und ich in das Frankenberger Viertel gezogen. Wir wohnen somit zentral zwischen Marienhospital und dem Stadtzentrum und können so die „Öcher Vielfalt“ hautnah erleben. Das erleichtert auch meiner aus Hessen stammenden Frau Tamara, die bereits eine neue Arbeitsstelle bei der Firma Grünenthal begonnen hat, Aachen als neue Heimat wertzuschätzen.

Wir konnten über unsere beruflichen Kontakte, die schon teilweise zu Freundschaften wurden, sowie über meine Familie, die in der nördlichen Aachener Region beheimatet ist, uns bereits bei vielen Gelegenheiten mit den Menschen aus Aachen und der Umgebung austauschen.

2. Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer neuen Wirkungsstätte?

Die Mitarbeitenden des Marienhospitals haben mich herzlich aufgenommen. Insbesondere besteht unter allen Chefärzten eine freundschaftliche Zusammenarbeit. Anfallende Arbeiten und Probleme zwischen den Fachkliniken können so auf kurzen Wegen besprochen und gelöst werden.

Das erleichtert mir erheblich den Neuaufbau meiner Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin.

Insgesamt steht das MHA vor einem zukunftssichernden Umbau bzw. Neuaufbau, was am Beispiel meiner Abteilung oder der neuen Kardiologischen Klinik von PD Dr. med. Tudor C. Pörner deutlich wird. Mir imponiert es, dass alle Mitarbeitenden sich diesen Neuerungen gemeinsam stellen und an einem Strang ziehen.

3. Sie verfügen über ein großes Team aus erfahrenen und noch jungen aufstrebenden Ärzten. Was zeichnet Ihre Klinik-Mannschaft aus?

Meine Abteilung besteht zurzeit aus sechs Assistenzärzten, einer Fachärztin, drei Oberärzten und mir als Chefarzt. Seit meinem Arbeitsbeginn im April 2017 haben meine ärztlichen Mitarbeitenden neben ihrer Arbeit auf den Stationen, im OP, bei den Sprechstunden und in der Ambulanz aufgrund der von mir eingebrachten Neuerungen zur Steigerung der Behandlungsqualität eine erhebliche Mehrarbeit geleistet. Das hat bei uns auch durch die Steigerung der Patientenzahlen zu einer enormen Arbeitsverdichtung geführt. Erfolgreich geschafft haben wir das durch eine intensive Zusammenarbeit mit einem harmonischen Teamgeist, der meine Mannschaft auszeichnet. So haben wir zum Beispiel auch die Re-Zertifizierung des EPZ im Juni erfolgreich gemeistert.

4. Sie sind ein Arzt, der seinen Patienten mit viel Geduld und Empathie begegnet. Was ist Ihr Geheimrezept?

Unsere Patienten kommen nach einem Unfall oder mit starken Schmerzen am Bewegungsapparat zum Beispiel durch Arthrosen in meine Klinik. Häufig müssen dann Operationen durchgeführt werden, die bei den Patienten Ängste und Sorgen vor möglichen Komplikationen auslösen. Ich behandele jeden Patienten individuell, das bedeutet, dass ich jedem Einzelnen die Zeit zur Beratung und Behandlung zukommen lasse, die er zur Bewältigung seiner Sorgen beansprucht. Ich kümmere mich um jeden Patienten wie um ein eigenes Familienmitglied. Das führt in der Behandlung zu einer gemeinschaftlichen Krankheitsbewältigung.

5. Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum setzen Sie im Bereich des Hüft- und Kniegelenkersatzes Akzente. Welche Innovationen und OP-Verfahren kommen in Ihrer Klinik zum Einsatz?

Wir haben erst im Juni erfolgreich die Re-Zertifizierung zum „EndoProthetikZentrum am Marienhospital Aachen“ bestanden. Ich habe in der Hüftendoprothetik einen minimal-invasiven dorsalen Zugang neu etabliert, der eine muskelschonende Implantation einer Hüft-Prothese ermöglicht. Die Patienten sind schnell nach den Operationen unter Vollbelastung mobil und man sieht sie häufig schon nach einer Woche ohne Gehstützen laufen. Bei der Knie-Endoprothetik habe ich das Spektrum auf kleine unicondyläre Prothesen, sogenannte Schlittenprothesen, erweitert, die aus meiner Sicht ebenfalls zu einer schnelleren Genesung mit besserer Beweglichkeit der Gelenke führen. Zusätzlich bieten wir den Patienten mit schwerer Schulterarthrose oder nach Oberarmkopfnekrosen bei Knochenbrüchen spezielle anatomische oder inverse Schulterprothesen zur Behandlung an. Dabei wenden wir an allen Gelenken nur hochwertige und languntersuchte Implantate an.

6. Was zeichnet eine exzellente Klinik für Orthopädie aus?

Das Gebiet Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin umfasst multiple Bereiche wie zum Beispiel die konservative Therapie von Sportverletzungen, die osteosynthetische Behandlung von Knochenbrüchen, die arthroskopische Chirurgie, die Fußchirurgie und die Endoprothetik. In allen Bereichen sollten idealerweise hochausgebildete Experten die Behandlung der Patienten durchführen. Im MHA wird durch den Einsatz von bereits erfahrenen Ärzten und durch die Ausbildung der jüngeren Kollegen in den Teilbereichen ein breites Spektrum abgebildet und die Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen läuft hochspezialisiert auf freundlicher Ebene ab. Diese Strukturen zu etablieren und zu festigen, ist meine Aufgabe. Die höchstkompetente Behandlung in allen Bereichen der Orthopädie und Unfallchirurgie ermöglicht eine individuelle und umfassende Behandlung unserer Patienten. Das zeichnet aus meiner Sicht eine exzellente Klinik aus und daran arbeite ich gerne.