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Aktion saubere Hände

05.10.2018

Wussten Sie, dass in jedem Menschen Erreger leben, die zusammengenommen sage und schreibe bis zu zwei Kilogramm auf die Waage bringen? „Aber keine Sorge“, beruhigt Volker Schunk (Hygienefachkraft der Stiftung), „Bakterien sind Teil des menschlichen Körpers und lebenswichtig für die Gesundheit. 90 % der Erreger leben im Darm und sorgen dort für eine gute Verdauung und ein stabiles Immunsystem. Erst wenn die Bakterien in eine offene Wunde gelangen, können sie Infektionen auslösen“, erklärt Volker Schunk. Deswegen wird gerade im Krankenhaus Hygiene großgeschrieben, denn sie ist ein zentraler Bestandteil des ärztlichen und pflegerischen Handelns. „Heutzutage gibt es eine große Panikmache in den Medien vor den sogenannten multiresistenten Keimen“, betont der Hygienefachmann. „Wir möchten durch unsere Arbeit unsere Patienten und Besucher umfassend darüber informieren, wie die Übertragung von Erregern verhindert werden kann.“

Beim Tag der Handhygiene am 5. Oktober 2018 im Haupteingang des Marienhospitals Aachen nahmen Volker Schunk und sein Team zusammen mit der Hygieneberatung der Firma Schülke die Hände der Ärzte, Pflegenden, Patienten und Besucher gründlich unter die Lupe. Das Marienhospital unterstützt die Kampagne „Saubere Hände“ der Weltgesundheitsorganisation WHO schon seit Jahren, denn eine zielgerichtete und korrekt durchgeführte Händedesinfektion ist die einfachste und effektivste Präventionsmaßnahme zur Verhinderung von Keimübertragungen im medizinischen Alltag“, unterstreicht Volker Schunk. „90 % aller Keime werden über die Hände übertragen, und das können wir ganz problemlos verhindern. Immerhin ist der einst gefürchtete MRSA in Deutschland längst auf dem Rückzug. Und doch sorgt der nach wie vor unbedachte Umgang mit Antibiotika – zum Beispiel in der Fleischindustrie – für Probleme mit antibiotikaresistenten Keimen“, erklärt der Experte. „Durch unsere Aktion tragen wir dazu bei, mehr Sensibilität in der Bevölkerung zu wecken für das wichtige Thema der Hygiene.“

Wer seine Hände beim Aktionstag in die Schwarzlichtbox steckte, konnte nach der Anwendung von einem fluoreszierenden Händedesinfektionsmittel genau sehen, welche Flächen der Hände desinfiziert wurden und welche nicht. „So kann man die korrekte Handhabung perfekt üben“, erklärt die Hygienefachkraft. „Wir räumen auch mit einem verbreiteten Vorurteil auf und zeigen unseren Besuchern bei der Hautfettmessung, dass bei einer Händedesinfektion im Gegensatz zur Händewaschung der Hautfettwert sogar steigt“, so Volker Schunk.