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11. Fachtagung zum Thema "Brustkrebs" am 28. September 2013 im Marienhospital Aachen

Brustkrebssymposium gibt Einblicke in zukünftige Behandlungsmethoden und gezielte Patienten-Betreuung

Zertifiziertes BrustCentrum Aachen – Kreis Heinsberg erreicht die höchsten Patientenzahlen

Mit jährlich 72.000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Bei der 11. Fachtagung zum Thema Brustkrebs, organisiert vom BrustCentrum Aachen - Kreis Heinsberg, informierten Fachärzte in diversen Vorträgen über neue Entwicklungen und Methoden zur Behandlung der Krankheit. Thematisch gliederte sich die Tagung in die fünf großen Komplexe: "Forschung - Diagnostik - Screening", "Operation", "Familiengerechte Beratung", "Neues für die Praxis" und "Systemische Therapie - Studien adjuvante Chemotherapien." Als seit 2006 zertifiziertes Brustzentrum erreicht das Marienhospital Aachen zusammen mit dem Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz die höchsten Patientenzahlen in der Region und ist somit immer nah dran an aktuellen Entwicklungen und Neuerungen.

Dem Themenschwerpunkt "Forschung - Diagnostik - Screening" widmeten sich Dr. med. Rainald Bachmann, Professor Dr. med. Stefan Handt, sowie Professor Dr. med. Berthold Wein. Anhand von verschiedenen Fällen zeigten sie die optimalen Behandlungsmöglichkeiten auf. So sei beispielsweise bei einer Veränderung der Drüsen oder bei einer Veränderung im Gewebe die Röntgen-Mammographie die Grundlage aller bildgebenden Diagnostik. Wichtig sei zudem, dass vermeintlich schnell wachsende Tumore mit unscharfem Rand auch durchaus gutartig sein können, während im Umkehrfall gutartig aussehende Tumore auch bösartig sein können. Dr. med. Mahmoud Danaei (Leiter des BrustCentrums) referierte in puncto "Operation" über zielgerichtete Operationen in der Brustchirurgie. Für eine bestmögliche Therapie seien viele Faktoren von Bedeutung; ein durchdachtes und ausgearbeitetes Konzept besäße deshalb enorme Relevanz. Zudem müssen bei einer Brustamputation mit anschließender Rekonstruktion einige Risikofaktoren beachtet werden. Ist die Patientin adipös, Raucherin oder liegen bereits in der Familie Vorerkrankungen vor? Auch die Tumorgröße und das Alter spielen für den Verlauf der weiteren Behandlung eine große Rolle. Wie es nach einer erfolgreichen Brustamputation weiter geht, ist vor allem eine Entscheidung, die Patientin und Arzt gemeinsam treffen. Von einer Brust-Prothese, über einen Aufbau mit Eigengewebe bis hin zu den klassischen Implantaten, gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Doch für eine Genesung ist nicht nur die Versorgung aus medizinischer Sicht wichtig, auch das Drumherum muss stimmen. Mut machen und trotzdem realistisch sein - auch hier berichtete Dr. med. Mahmoud Danaei im Rahmen des Schwerpunktes "Neues für die Praxis", wie eine realistische, aber dennoch positive begleitende Behandlung die Patientin und ihren Genesungsverlauf beeinflusst. Auch die Frage, wie man Hautmetastasen erkennt und wie eine anschließende Behandlung aussehen könnte, wurde bei der Fachtagung besprochen. Die anschließenden Diskussionen, für die nach jedem Fachkomplex Zeit war, machten vor allem deutlich, dass die Informationen zwar für jeden zugänglich sind, aber auch, dass trotz dieser Tatsache viele Betroffenen gar nicht genau wissen, was für Optionen und Wege es für sie persönlich gibt. Umso wichtiger sei es, wie Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein deutlich betonte, dass die Kooperation aller Beteiligten optimal und ganz im Sinne der Patientin liefe. Und als Kompetenzzentrum in der Region kann das Marienhospital Aachen diesen Weg ganz im Sinne des Patienten weiter fortsetzen.